Archäologen haben in Georgien einen menschlichen Kiefer gefunden, der 1,8 Millionen Jahre alt ist. Der Fund könnte neues Licht auf prähistorische Siedlungen in Eurasien werfen.
Bei archäologischen Ausgrabungen in Orozmani, etwa 100 km von Tiflis entfernt, fanden Archäologen einen menschlichen Kiefer, der 1,8 Millionen Jahre alt ist. Diese Entdeckung könnte wertvolle Informationen über die ersten menschlichen Siedlungen außerhalb Afrikas liefern.
Funde in Orozmani
Neben dem menschlichen Kiefer wurden in Orozmani auch Fossilien von Tieren wie Säbelzahntiger, Elefant, Wolf, Hirsch und Giraffe gefunden. Dort wurden auch Steinwerkzeuge gefunden, was auf die Anwesenheit früher Menschen in dieser Region hindeutet.
Frühere Funde im benachbarten Dorf Dmanisi umfassten Schädel von Homo erectus, was bestätigt, dass diese Spezies vor etwa zwei Millionen Jahren begann, aus Afrika auszuwandern. Im Jahr 2022 wurde in Orozmani ein Zahn von Homo erectus gefunden, was ein weiterer Beweis für die Anwesenheit früher Menschen in diesem Teil der Welt ist.
Bedeutung der Entdeckung
Professor Giorgi Bidzinashvili von der Ilinski State University betont, dass die Untersuchung dieser Überreste dazu beitragen kann, die Lebensweise der ersten Menschen in Eurasien zu verstehen. „Orozmani kann uns wichtige Informationen über die Geschichte der Menschheit liefern“, sagte der Experte, der von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert wurde.
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Wissenschaftler hoffen, dass die weitere Untersuchung der Knochen und Fossilien von Tieren ein besseres Verständnis der Evolution der frühen Menschen, ihrer Ernährung und der klimatischen Bedingungen, unter denen sie lebten, ermöglichen wird.